| HSV Stealers III splitten gegen Kiel 11:12 10:3 |
| Geschrieben von: Mourad Zarrouk |
| Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 08:26 Uhr |
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Den Rückrundenauftakt galt es am Langenhorst gegen die fusionierte „Stadtauswahl“ aus Kiel zu bestreiten, der man im ersten Aufeinandertreffen immerhin einen Split abringen konnte. Aufgrund des Viertelfinales der DFB-Auswahl wurde das Spiel schon auf 9 Uhr vorverlegt, was angesichts der Temperaturen sowieso keine schlechte Idee war. An dieser Stelle noch einmal Dank an alle beteiligten (Umps, Scorer und natürlich die Kieler), dass dies möglich war. (Wer hätte das grandiose 4:0 gegen Maradonas Schützlinge auch verpassen wollen?).
HSV Stealers III - Kiel Seahawks 1. Spiel 11:12 Leo Nietz begann wie üblich das erste Spiel und hatte an den ersten zwei Runs insofern keine unmittelbare Schuld, als dass man die Runner hätte ausschalten können und müssen, bevor sie punkteten. Obwohl Benjamin Hintze seinen Job als Lead-Off-Hitter wieder alle Ehre machte und das erste Base per HP erreichte, konnte die „Top of the Order“ zunächst nicht überzeugen und sah gegen den abermals gut aufgelegten Schmidt keinen Stich. Drei K's in Folge sprechen eine deutliche Sprache. Somit begann diese erste Partie wahrlich „suboptimal“. Leo hatte mit der aufkommenden Hitze sichtlich zu kämpfen und erwischte insgesamt nicht seinen besten Tag. An den zahlreichen Bases on Balls konnten seine Teamkameraden freilich nicht viel ausrichten, aber der eine oder andere Error trug sein Übriges zum insgesamt eher schwachen Gesamtbild dieser ersten Innings bei. Am Ende des dritten stand es dann schon 2:11 aus Sicht der Diebe. Es musste etwas geschehen, um das Spiel nicht frühzeitig abzugeben und somit Schmidt nahezu unverbraucht ins zweite Spiel gehen zu lassen. Und wie auf Kommando legte das Team eine lupenreine Offensivleistung hin, die sieben Punkte am Stück bescherte! Man war auf 9:11 herangekommen. Genau der richtige Zeitpunkt, mit Florian Lenger einen Releaver zu bringen, denn die Gegner zauberten plötzlich einen US-Amerikaner aus dem Hut (Rapaglia), der mit seinen Sidearm-Pitches für Unmut bei den Stealers sorgte. So blieb das fünfte Inning ohne Punkte. Am Ende des fünften gelangten nacheinander „Beasty“ Reinhard, Henry Guerra auf Base, und Mike Oliczewsky konnte beide per lupenreinem Basehit „reinholen“, um den Ausgleich zu erzielen! Das sind die Momente, wofür ein Batter on Deck geht. Tolle Leistung des Juniors! Wie schon im Hinspiel in Kiel konnte man also einen deutlichen Rückstand aufholen! Würde man diesmal auch die nötige „Chuzpe“ an den Tag legen, den Sieg zu „stehlen“? Leider, leider nicht! Die Kieler hatten sich mittlerweile auf Floh „eingeschossen“ und konnten per Basehits aber auch Base on Balls in Scoring Position gelangen. Routiniert gelang ihnen dann ein Squeeze-Bunt zum Leading Run. Nun war es an den Stealers, erneut zumindest auszugleichen. Dagegen hatte Mr. Rapaglia aber etwas einzuwenden, und so tat der US-Amerikaner das, was man von ihm (aus Kieler Sicht) erwarten konnte. Er entschied das Spiel vom Mound. Nacheinander mussten Jan Jary Goetze, Mike Oliczewsky und Lucas Oppermann Strikeouts hinnehmen, und das Spiel ging somit an die Seeadler aus Kiel, die den Stealers somit abermals einen echten „Heartbreaker“ verpassten. HSV Stealers III - Kiel Seahawks 2. Spiel 10:3 Gegen Berlin musste man erleben, dass die Dritte auf knappe Niederlagen sehr empfindlich reagieren kann. Im Hinspiel in Kiel dagegen sah das ganz anders aus, und man konnte die „Wut im Bauch“ in positive Energie ummünzen und einen klaren Sieg im zweiten Spiel einfahren. Würde das erneut gelingen? Zumindest der Split war essentiell wichtig, um den Verfolger in Schach zu halten! Nachdem die Oliczewskys aus privaten Gründen für das zweite Spiel nicht mehr zur Verfügung standen, und Jan Jary Goetze sich nach seinem Abi-Ball für das zweite Spiel eine Pause erbeten hatte, musste der Coach gleich drei Spieler ersetzen und an insgesamt fünf Positionen wechseln. Mit Hauke Wetzel feierte einer der jüngeren Verbandsligaspieler sein diesjähriges Debüt in der RL, und wir danken an dieser Stelle für seine Unterstützung! Das Spiel begann deutlich vielversprechender als das erste, und Henry Guerra, der überhaupt abermals auf ganzer Linie überzeugte, konnte nach einem schönen Hit von Thorsten Fründt in Kombination mit einigen Errors und Pastballs der Gegner punkten. Yannik Stratmann erwischte einen wunderbaren Tag und konnte sich diesmal auch der Unterstützung seiner Hinterleute gewiss sein, bis es dann zu Beginn des vierten Innings doch nochmal brenzlig wurde. Mit zwei Runs konnten die Kieler eine hauchdünne 2:1 Führung aufbauen, doch nun musste ihr US-Amerikaner (endlich) vom Mound, die drei Innings waren um. Sein Nachfolger Böings begann zwar zunächst vielversprechend aus Sicht der Kieler, konnte er doch nacheinander Lucas Oppermann, Benjamin Nikolmann und Hauke Wetzel auf die Bank schicken. Im fünften Inning oben konnten die Kieler ihre Führung sogar noch einmal auf 3:1 ausbauen, und das Spiel stand auf des Messers Schneide. Mit eisernem Willen konnte Yannik dann aber das Inning durch zwei Strike Outs in Folge beenden. Das war die Initialzündung! Guerra, Fründt (dem zuvor im Outfield ein sehenswerter Catch gelang) und Omar Trevinio leiteten das „Big Inning“ ein, an dem sich mittelweile auch wieder Jan Jary Goetze, Benjamin Hintze und Coach Zarrouk beteiligten. Am Ende stand es 8:3 aus Sicht der Stealers, und man konnte etwas entspannter in die letzten zwei Innings gehen. Das sah ganz offensichtlich auch Yannik Stratmann so und lief zum Ende nochmal zur absoluten Höchstform auf! Gleich drei Strikeouts servierte er den Kielern im sechsten Inning! Die Diebe ließen es sich nicht nehmen, noch einmal 'ne Schüppe draufzulegen und den Sack mit 10: 3 zu zumachen, ehe Yannik der Kieler „Top of the order“ mit sauberem Pitching nur schwache Kontakte zubilligte, die sein Team in drei schnelle Aus zum verdienten Sieg verwandelte.
Wrap up:
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