| HSV Stealers III: Knapper Loss gefolgt von einem Totaleinbruch gegen den Tabellenführer |
| Geschrieben von: Mourad Zarrouk |
| Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 16:38 Uhr |
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In Ermangelung der Scoresheets, die beim 1. Vorsitzenden zur Evaluation liegen, muss der folgende Spielbericht einmal komplett aus der Erinnerung erfolgen und fällt daher auch etwas kürzer als gewohnt aus: Gegen den bislang nur zweimal unterlegenen souveränen Tabellenführer aus Berlin galt es zum Ende der Hinrunde, noch einmal die bislang beste Mannschaftsleistung aus dem vorvergangenen Wochenende gegen Hannover abzurufen. HSV Stealers III : Berlin Roadrunners 1. Spiel 6:7 Mit Leo Nietz auf dem Mound konnte man auch lange Zeit sehr gut mithalten. Die „Latino-Auswahl" (sechs Spieler aus Lateinamerika) mit dem höchsten Batting Average der Liga (450 and up) wurde recht gut in Schach gehalten, und das Spiel konnte sehr lange offen gestaltet werden. Zeitweilig stand es sogar auf Messers Schneide. Einzig das Schiedsrichtergespann hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Gleich vier eklatante Fehlentscheidungen waren zu verbuchen, die sich aber immerhin im Verhältnis von 2:2 auf die Teams aufteilen ließen und in jeweils zwei Fällen für beide Teams ähnlich „teuer" waren. So kam Mirko Oliczewsky zu einem Out im CF, welches eigentlich keines war, kurios! Coach Zarrouk musste am dritten Base in aussichtsreicher Position die leidvolle Erfahrung machen, dass man sich gegen den Tabellenersten wohl doch nicht zu weit vorwagen sollte und wurde „Opfer" eines lupenreinen Putout des Third Baseman durch einen perfekten Wurf des Catchers im sechsten Inning. Es ist müßig darüber zu spekulieren, ob dieser Run am Ende den Unterschied gemacht hätte, denn zwischenzeitlich konnte man dank solider Schlagleistungen wieder auf ein 6:6 herankommen, bis die Berliner sich vollends auf Releaver Florian Lenger „eingeschossen" hatten. Der machte seine Sache gut, aber den strammen Hits der „Top of the Order" in die Lücken konnte das Team im siebten Inning dann nichts mehr entgegen setzen. So machten die Roadrunners ihren Winnig Run mit Men on Base und no out, es war also nicht mal so knapp, wie es auf den ersten Blick erscheint. Trotzdem: Mit nur einem Error auf beiden Seiten boten sich die Teams ein anspruchsvolles Baseballspiel auf höchstem Niveau, und so laut hat man die Berliner in diesem Jahr sicher selten jubeln hören. Das sei ihnen auch gegönnt nach dem heißen Tanz, den ihnen unsere dritte Mannschaft geboten hat! HSV Stealers III – Berlin Roadrunners 2. Spiel 0:12 Über das zweite Spiel möchte der Autor lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Der einzige, dem man keinen Vorwurf machen kann, ist Pitcher Yannik Stratmann, der schon im ersten Inning an den earned Runs keinerlei Schuld trug. Jeder einzelne Run war auf Fehler in der Defensive zurückzuführen. Ein kollektiver Blackout, wie man ihn selten erlebt. Nahezu jeder Spieler, der im ersten Spiel noch überzeugen konnte, brach im zweiten Spiel ein, sowohl was die Offense als auch was die Defense anging (11 Errors!). Zu viel Kraft und Nerven hatte das erste Spiel gefordert, weswegen man diesen Aussetzer einfach mal als das nehmen muss, was er war. Abhaken, Mund abwischen und nach vorne schauen, lautet nun das Motto. In diesem Sinne: Auf in die Rückrunde! Wrap up: Licht und Schatten liegen ja bekanntlich nah beieinander, und so soll die desolate Leistung im zweiten Spiel die Freude an einer absolut soliden und in Teilen sogar überragenden Leistung der jungen Truppe im ersten Spiel nicht schmälern. Die Mannschaft ist nach wie vor auf einem guten Wege und hat die Hinrunde mit einem respektablen fünften Tabellenplatz (fünf Siege, acht Niederlagen) abgeschlossen. Mit den Kieler Seeadlern kommt an diesem Samstag ein Team, dem in der Hinrunde auf deren Platz immerhin ein Split abgerungen werden konnte und die in der Tabelle knapp hinter dem dritten Team der Stealers rangieren. Hoffen wir, dass dies am Sonnabend Nachmittag immer noch so ist. Spielbeginn ist aufgrund des WM-Viertelfinalspiels zwischen Deutschland und Argentinien schon um 9 Uhr am Langenhorst.
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